FASHION: CLOSET DETOX

Freitag, April 01, 2016

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Du hast zu viel. Zu viele Klamotten, zu viel Beautyprodukte, zu viel Kram. Zu viel, von allem. Ein Gedanke, der mir wieder und wieder im Kopf herumspuckte. Die Kleiderstange ätzte unter ihrem Gewicht, Kommode und Kleiderschrank waren zum Bersten gefüllt - kein Platz mehr. Dazu jeden Morgen dasselbe Ritual mit ewig dergleichen Frage - Was soll ich anziehen? 'Stundenlanges' Grübeln, hin- und her kombinieren und schließlich: der Griff nach altbekannten, nach gemütlichen, nach geliebten Stücken

Eines Moments in einer schlaflosen Nacht kam ich zu dem Entschluss, meine Kleidung auszumisten. Richtig. Nicht halbherzig, wie gefühlte tausend Male zuvor. Früher bildete ich bei Ausmistaktionen zwei Stapel - Behalten und Nichtbehalten -, wobei auf den zweiten nur das gelangte, was mir offensichtlich nicht (mehr) gefiel. Um es dieses Mal besser zu machen, stöberte ich auf Pinterest und fand schließlich ein System, was -leicht abgewandelt- für mich funktionierte. 

STEP 1:  NOT ALL AT ONCE 
Ein Fehler, den ich früher immer gemacht habe: ich versuchte alles auf einmal auszusortieren, indem ich Kleidung, Schuhe und Taschen im Zimmer verteilte. Dahinter steckte der Gedanke, dass alles in einem Schritt erledigt ist. War es auch, nur mit dem Problem, dass ich nach etwa einer Stunde so genervt von der ganzen Sache war, dass ich nicht mehr konsequent war, sondern nur noch alles schnell erledigt haben wollte. Aus diesem Grund verteilte ich das Ausmisten nunmehr auf mehrere Tage und widmete mich pro Tag einer Kategorie: am ersten Tag waren sämtliche Oberteile dran, am zweiten Tag Hosen und Röcke, am dritten Tag (nach längerer Pause aufgrund meiner starken Atemprobleme) die Kleider und gestern schließlich Jacken, Mäntel und Schuhe (wobei die Sommerschuhe noch im Keller sind, auf die habe ich also noch keinen Blick geworfen, das folgt sobald ich sie hochhole). Auch das Sortieren von Taschen und Accessoires wie Tüchern, Schals und Mützen steht noch aus. 

Durch diese häppchenweise Vorgehensweise hat das Ganze zwar sehr viel länger gedauert, war für mich aber sehr viel effizienter. 

STEP 2: HOW TO... 
An jedem Tag ging ich nach dem gleichen Schema vor. Ich breitete alle Sachen auf meinem Bett aus und nahm alle Stücke nach und nach in die Hand. Dabei fragte ich mich, ob ich das jeweilige Teil in den letzten 12 Monaten getragen habe. Hier gab es nur zwei mögliche Antworten, nämlich JA oder NEIN. Für beide Möglichkeiten bildete ich jeweils einen Stapel. Die jeweils nächste Frage war, ob mir das Kleidungsstück noch passte. Ich probierte alles (!) an, mit Ausnahme der Sachen, die ich in den letzten Wochen/Monaten viel getragen hatte, da ich die Antwort diesbezüglich ja schon kannte. ;) Hieraus resultierten drei Stapel: JA, NEIN und EGAL, ES GEFÄLLT MIR OHNEHIN NICHT MEHR. Die NEIN und ES GEFÄLLT MIR NICHT MEHR Stapel wurden zu einem - alles, was hier lag, habe ich aussortiert. Die Sachen, die mir noch passen, unterzog ich der nächsten Frage, nämlich, ob sie mit mindestens drei weiteren Sachen aus meinem Kleiderschrank zu kombinieren sind. Ganz besonders kritisch betrachtete ich dabei die Stücke, die ich in den letzten 12 Monaten nicht oder sogar noch nie getragen hatte. Immerhin: alles, was dort lag, gefiel mir und passte noch. Aufgrund dessen kam ich zur Erkenntnis, das mir einfach viel zu viele Basics - vor allem schlichte Oberteile - fehlen (das habe ich neulich schonmal erwähnt...). Jedes Stück, bei dem ich erhebliche Kombinationsprobleme sah, sortierte ich aus. Bei den übrig gebliebenen Teilen sah ich Kombinationsmöglichkeiten (auch wenn ich mir dafür zB erst noch ein oder zwei Basicteile kaufen muss!) und diese behielt ich.

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STEP 3: NOW WHAT? 
Im Gegensatz zu früher habe ich diesmal wirklich sehr viel aussortiert. Die Sachen habe ich, soweit noch im sehr guten oder ungetragenen Zustand bei Kleiderkreisel eingesetzt und soweit nicht mehr in allzuguten Zustand bei H&M gespendet

Die Schrankleichen, welche ich schon lange besitze, aber noch nie getragen habe, bekamen eine allerletzte Chance. Vor allem bei den Sommersachen gilt: trage ich diese auch in dieser Saison nicht - trotz dann vorhandener Basics zum kombinieren -, kommen sie weg. Egal, wie schön ich sie finde.

Mein Closet Detox Projekt ist noch nicht ganz abgeschlossen - ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

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7 Kommentare

  1. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, immer mal wieder durch meinen Kleiderschrank zu gucken und etwas auszusortieren. Das bringt bei mir immer viel mehr, als nur einmal im Jahr auszumisten. Denn da denke ich mir dann oft: Ach, ich habe ja schon so viel aussortiert, dass reicht ja erstmal.

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

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  2. Super Idee! Ich muss auch mal wieder aussortieren :)

    x Lilli | www.LilliFerreira.com

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  3. Ich bin die reinste Katastrophe im Ausmisten. Kann mich von nichts trennen und denke jedes Mal, dass wir das vielleicht irgendwann wieder gefallen könnte. Aber gute Ansätze von dir! :D
    Das sollte ich auch mal so versuchen und die Sachen dann wirklich weggeben oder verkaufen:)

    LG

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  4. Ein super Plan! Ich bekomme ab und einen Anfall und will immer die Hälfte rausschmeißen, dann wird's mir während der Aktion zu viel und ich werfe schnell alles wieder in den Schrank.
    Dazu kommt, dass ich manche Teile einfach nicht mehr mag, aber sie gut verkaufen könnte. Bevor sie aber letztendlich im Netz landen, dauert es ewig, weil ich bei der Masse immer keine Lust auf Fotografieren und Beschreiben habe.
    Der Tipp, alles Schritt für Schritt zu machen, finde ich absolut richtig! :)

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

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  5. Ich muss auch mal wieder aussortieren...es ist einfach so befreiend!

    Toller Blog, vielleicht magst du auch mal bei mir vorbeischauen und Feedback hinterlassen. Würde mich sehr freuen :)

    Liebe Grüße <3

    Alina
    http://xxiv-diaries.bplaced.net/wordpress/

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  6. Sehr schöner und interessanter Post, nachdem mein Kleiderschrank auch schon aus allen Nähten platzt sollte dringend mal wieder ausgemistet werden!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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  7. Richtig guter Post meine Liebe, vor allem die Grafik finde ich super hilfreich!! Ich miste ebenfalls regelmäßig aus, aber ich verstehe auch, wieso sich so viele nur so schwer oder gar nicht von geliebter Kleidung trennen können - mir fällt es ja ebenfalls nicht leicht. Aber mit deinen Tipps geht es garantiert schon mal leichter! :)
    Liebste Grüße
    Alissa
    www.alissaloves.de

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